Was sind UV-Filter?

Was sind UV-Filter?

Was sind UV-Filter?


Ultraviolettfilter (UV-Filter) sind Schutzelemente, die verhindern, dass die Sonnenstrahlung die Haut verbrennt, indem sie die UV-Strahlen reflektieren, zerstreuen oder absorbieren. Sie werden in zwei Kategorien eingeteilt: chemische und mineralische Filter. Verwirrenderweise können chemische Filter auch als organische Filter bezeichnet werden (was nichts damit zu tun hat, dass sie natürlich sind), und mineralische Filter werden als anorganische und/oder physikalische UV-Filter bezeichnet. UV-Filter können auch nach ihrer Partikelgröße (nano/non nano) unterschieden werden. 


Chemische (Organische) UV-Filter sind aufgrund ihrer ästhetisch ansprechenden Anwendung auf der Haut die beliebteste Art des Sonnenschutzes. Ihre Verwendung wirft jedoch einige ernsthafte gesundheitliche Bedenken auf. Einige chemische Filter sind in der Lage, die Haut zu durchdringen und in den Blutkreislauf zu gelangen.Wenn diese Chemikalien in Ihr Blut gelangen, können sie das endokrine System störenDies kann zu Entwicklungs- und Fortpflanzungsproblemen führen, was Sie weder für sich noch für Ihre Familie wollen. Leider hört die schlechte Nachricht damit nicht auf. Chemische UV-Filter wurden auch Umweltschäden in Verbindung gebrachtwegen ihrer ihre Auswirkungen auf die Meeresumwelt.


Weitere Informationen über die Auswirkungen von organischen UV-Filtern auf Ihre Gesundheit finden Sie auf unsere Forschungsseite, auf der wir wissenschaftliche Arbeiten zu den am häufigsten verwendeten UV-Filtern zusammengestellt haben.


Mineralische (anorganische) Filter liegen auf der Haut und bilden eine eine schützende Barriere, die nicht in Ihre Haut eindringt. Diese erste einfache Tatsache ist der Grund, warum mineralische Sonnenschutzmittel die sicherere Option für den UV-Schutz. Die beiden verfügbaren mineralischen UV-Filter sind Zinkoxid und Titandioxid. Zinkoxid ist ein wesentliches Mineral, das seit Hunderte von Jahren von den Menschen genutzt wurde. Bei topischer Anwendung hat es antimikrobielle Eigenschaftenund hilft, die Haut zu schützen und zu heilen. Zinkoxid schützt auf natürliche Weise sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen, d. h. es bietet Breitspektrum-Schutz. Titandioxid wird schon seit Jahrzehnten in vielen Anwendungen eingesetzt und gilt allgemein als inertes und sicheres Material. Es blockiert wirksam UVB-Strahlen (die Sie verbrennen), bietet jedoch keinen vollständigen Schutz vor UVA-Strahlen (die die Lichtalterung verursachen). Daher kann es bei alleiniger Verwendung nicht als Breitspektrumschutz.

Die Sicherheit von Zinkoxid und Titandioxid ändert sich jedoch, wenn diese Mineralien in eine Nanoform gemahlen werden. Nano-Form gemahlen werden.


Nanopartikel in Sonnenschutzmitteln 

 

Unter Nanopartikeln versteht man Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 100 Nanometern (nm). 

Das bedeutet, dass Nanopartikel so klein sind, dass sie selbst unter einem herkömmlichen Mikroskop nicht sichtbar sind. Die Nanotechnologie ist derzeit in aller Munde und findet sich in so unterschiedlichen Bereichen wie Elektronik, Kleidung, Pharmazeutika und Kosmetika wieder, und sie ist auch der Grund für die Revolution bei mineralischen Sonnenschutzmitteln, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Die Verbraucher, die nicht damit zufrieden sind, einen Cocktail aus Chemikalien auf ihre Haut aufzutragen, haben sich auf der Suche nach einer sichereren Lösung für diese neue Technologie entschieden, die auf traditionelle anorganische UV-Filter angewendet wird. Wissenschaftliche Studien über die Sicherheit von Nanopartikeln haben jedoch gemischte Ergebnisse erbracht. 

 

Nanopartikel aus Zinkoxid oder Titandioxid werden durch ein Prozess der Gammastrahlung oder Mikrowellenbestrahlung (u.a.) bis sie so winzig werden, dass sie völlig unsichtbar sind (es sei denn, Sie haben ein Transmissionselektronenmikroskop zur Hand). Auf diese Weise können mineralische Sonnenschutzmittel sanft und transparent aufgetragen werden, ohne dass der gefürchtete Weißstich entsteht, und das ohne den Einsatz gefährlicher Chemikalien.


Diese explosionsartige Entwicklung der Nanotechnologie ging jedoch mit einer explosionsartigen Zunahme der Forschung über die Toxizität dieser neuen Materialien einher. Das liegt daran, dass Stoffe, wenn sie in Nanoform umgewandelt werden, interagieren sie anders mit biologischen Systemen anders als ihre nicht-nanoähnlichen Gegenstücke. So haben einige Forschungsarbeiten gezeigt, dass Nanopartikel in die Haut eindringen können, wodurch diese inerten Mineralien zu zytotoxische Chemikalien und andere Forschungen die das Gegenteil beweisen.


Dies ist ein kontroverser Forschungsbereich, der ständig aktualisiert wird. Es ist immer am besten, selbst zu recherchieren und zu entscheiden, was das Beste für Sie und Ihre Familie ist. Klicken Sie auf diesen Link für unsere Sammlung von Forschungsarbeiten über UV-Filter, einschließlich Nano-Zinkoxid und Nano-Titandioxid.



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